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 Bis um 2:20 Morgens

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Tianah Cole
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BeitragThema: Bis um 2:20 Morgens   So Jan 18, 2015 5:37 am

Hallo meine Leiben,

über einhundert Jahre ist es jetzt her, dass das Kreuzfahrtschiff RMS Titanic sank. Der 15. April 1912 wird wohl immer im Kollektiven Gedächnis der Menschheit bleiben. Anlässlich zum bevorstehenden 101. Jahrestag der Unglückes möchte auch ich eine kleine Geschichte zu dieser Katastrophe schreiben. Versuchen möchte ich es diese Geschichte aus der Perspektive einer der Überlebenden zu schreiben. Mal sehen, ob mir das gelingt.

Ich werde sicherlich Tage brauchen um fertig zu werden, aber diese Zeit will ich mir mal nehmen. Denn ich finde so ein Unglück sollte nie in Vergessenheit geraten.
Sobald ich fertig bin und ein ENDE unter meine Geschichte gesetzt habe, könnt ihr gerne eure Kommis abgeben Smile vorher bitte noch nicht Razz

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Tianah Cole
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BeitragThema: Re: Bis um 2:20 Morgens   So Jan 18, 2015 5:38 am

2:20 Uhr war es, ist es und wird es immer sein.


Hilary Duff als
Ryo Westen, die Erzählerin der Geschichte


Hallo! Mein Name ist Ryo Westen. Na gut, eigendlich heiße ich Riola Nathalia Westen, aber alle rufen mich Ryo. Ich war als das Unglück passierte sechzehn Jahre alt. Mein Vater war ein erfolgreicher Unternehmer aus London. Meine Mutter war Hausfrau. Ich selber ging noch zur Schule, trug aber nebebei Zeitungen aus. Dies ist meine Geschichte. Der Untergang der Titanic. Ich erzähle ihn euch so, wie ich ihn erlebt habe...

13.04.1912 19:05 Uhr
Es war ein schöner Abend. Der Himmel war schon rötlich, als ich an Deck kam. Meine Lunge füllte ich mit der salzigen, klaren Luft und sah ich sah, verträumt auf das Meer hinaus. Es wirkte so still so friedlich. Nichts aber auch gar nichts wies darauf hin, was uns noch bevorstehen sollte. "Ryo, komm rein, es ist kalt", hörte ich meinen Vater sagen. Er stand in der Tür die zum C-Deck führte. Seine Augen waren wie immer besorgt auf mich gerichtet. "Ja, Dad. Ich bin gleich da!", antwortete ich ihm. Ich wollte gleichgültig klingen, doch das gelang mir nicht. Eine leichte gereiztheit schwang in meiner Stimme mit. James, mein Vater lächelte mich an. "Komm jetzt, Liebes", bat er. Wiederwillig riss ich meinen Blick von dem Anblick der untergehenden Sonne. "Wir wollen zu Abend esen", fügt mein Vater hinzu, als ich neben ihm her, zum Speisesaal ging. Ich wollte von Anfang an nicht auf diese Kreuzfahrt, da ich wusste, dass es niemanden in meinem Alter hier geben würde. Unter all den Unternehmern mit denen mein Vater hier zu tun hatte sah ich keine Kinder. Niemand war hier auch nur ansatzweise da, mit dem ich mich hätte unterhalten können. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mich meinem Schicksal zu fügen und brav neben meinem Vater her zu unserem Tisch zu gehen. "Mister Westen, schön dass Sie es einrichten konnten", sagte ein untersetzter Mann zu meinem Vater, den er mir als Sponsor seiner Firma vorstellte. Sein Name war Kirk Fisher. "Mister Fisher. Meine Tochter Ryo", sagte James zu Kirk. Dieser nickte mir freundlich zu und zog einen Stuhl vom Tisch weg, so dass ich mich setzten konnte. Höflich schob er mich ein wenig an den Tisch heran. Das Essen verlief wie alle anderen Geschäftsessen meines Vaters auch. Die Geschäftpartner meines Vaters und Dad redeten wärend ich mich langweilte. Nach dem Essen stand ich unter dem Vorwand ins Bett zu gehen vom Tisch auf und machte mich auf den Weg, zurück ans Deck. Draußen war es inzwischen ganz Dunkel geworden. Nur die Lichter der Fenster verhinderten, dass ich mich wie auf einem Geisterschiff fühlte. Ich sah hier und da zwar Leute, aber diese tranken ihren Tee und sprachen vermutlich über diese sternenklare Nacht.
"Was machst du denn hier so ganz alleine?", hörte ich eine Stimme neben mir sagen. Überrascht jemanden hier anzutreffen drehte ich mich zu der Stimme um. Sie gehörte zu einem Mädchen, das so wie sie angezogen war wohl in der dritten Klasse reiste. Ihre Stimme klang leicht hochnäsig als sie fortfuhr: "Musst du nicht bei deinem Dady sein?" Ich schüttelte lächelnd den Kopf. "Nein. Ich bin ihm ausgerissen", log ich das Mädchen an. Naja, fast. Ich bin hierher gekommen und nicht wie vereinbart ins Bett gegangen. "Wie heißt du?", fagte das Mädchen weiter. "Mein Name ist Ryo", stellte ich mich vor. Für einen Moment zögerte ich doch dann reichte ich ihr zur begrüßung die Hand. Sie ergriff sie und schüttelte sie. "Ich heiße Isabella", sagte sie. "Nenn mich Bella", fügte sie hinzu. "Freut mich, dich kennen zu lernen, Bella", sagte ich zu ihr und lies ihre Hand los. Ich war neugierig, woher Bella kam und promt sprudelten die Fagen schon aus mir heraus. "Woher kommst du?", wollte ich wissen. Bella lachte. Sie schüttelte ihre roten Harre zurück übder den Rücken und sah mich aus grünen Augen wissend an. "London. Ich bin sechzehn Jahre alt und reise mit meiner Mutter, meinem Vater und meinen beiden jüngeren Brüdern, nach New York." Das war mehr als ich wissen wollte und doch war ich froh eine Gleichaltrige gefunden zu haben. Ich fühlte mich jetzt nicht mehr so alleine auf diesem großen Schiff. "Und du? Du reist auch sicher nicht allein oder?", fragte Bella mich freundlich. "Nein", begann ich langsam. "Ich resie mit meinem Vater und meiner Mutter nach New York", erklärte ich Bella.
"Ryo!? Wo steckst du?" Sowohl Bella als auch ich zuckten zusammen. "Meine Mutter", seufzte ich und sah zu meiner Mutter hoch, die über mir an der Reling und ein wenig angewiedert auf Bella hinap blickte. "Wir können uns ja morgen wieder hier treffen. Nach dem Mittag", lächelte Bella und lief davon. Ich sah dem rothaarigen Mädchen hinterher und kerte dann zu meiner Mutter zurück. "Mutter", sagte ich unterwürfig. Kaum hatte ich das gesagt spürte ich auch schon ihre Hand an meiner Wange. Sie hatte mir eine geballert. Mein Gesicht verzog sich zu einer Fratze, vor Schmerzen und in meinen Augen standen die Tränen. "Wie kanst du es wagen, deinem Vater solch einen Kummer zu machen. Er kam zurück in die Kabine und du warst nicht da. Du weißt, wie es um deinen Vater steht!", tadelte sie mich. Verständniss voll nickte ich und rieb mir die Wange. " Ja Mutter", sagte ich leise. "Komm jetzt!" Meine Mutter griff mich grob am Arm -ich bezeifelte nicht, dass ich am nächsten Tag blaue Flecken haben würde- und brachte mich in unsere Kabine, wo mein Vater schon auf dem Bett lag und schnarchte. Es war kurz vor Mitternacht, als ich einschlief. In dieser Nacht träumte ich schlecht. Ich träumte von einem Unglück, bei dem mein Vater umkam.

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Tianah Cole
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BeitragThema: Re: Bis um 2:20 Morgens   So Jan 18, 2015 5:38 am

14.04.1912 12:15 Uhr
Ich hatte es Bella ja versprochen. Also wartete ich nach dem Mittagessen auf dem Deck auf sie. Ich konnte unter all den anderen Passagieren aber den Rotschopf von Bella nicht aussmachen. "Ha! Hab ich dich!" Ich zuckte zusammen, als Bella mich von hinten in die Seiten zwickte. "Da bist du ja", lachte ich und drehte mich zu Bella um. Sie sah aus wie gestern Abend. Ihre langen roten Haare fielen ihr heute auf die Schultern und wie auch gestern waren ihre Augen wachsam auf mich gerichtet. "Lass uns spazieren gehen", schlug ich vor. Bella schüttelte den Kopf und lief einige Meter von mir weg. Sie kramte in ihrer Tasche und warf mir wenig später einen Ball zu. Ich fing ihn etwas verblüfft auf und sah den Ball an. Für einen Wimpernschlag hielt ich den Ball in meinen Händen und warf ihn dann zurück. Den Ball immer hin und her werfend jagten wir über das Deck. "Verzeihung...", riefen wir immer wieder wenn wir Leute umrannten. Die Passagiere sprangen uns entweder aus dem Weg oder sahen uns Kopfschüttelnd nach. "Kinder", hörte ich immer wieder einige Leute sagen.
Irgentwann brachen wir beide lachend und erschöpft auf dem B-Deck zusammen. Auf zwei Liegen auf dem Sonnendeck ließen wir uns fallen. "Ryo! Ich habe dir doch gesagt, du sollst dich nicht mit Leuten wie ihr abgeben!", sagte mein Vater. Er stand über mir und sah mich ernst an. Bella sah mich ein wenig ängstlich an. "Dad, sie ist doch nicht schlecher als du oder ich. Sie ist genau so ein Mensch wie ich oder du. Nur weil ihre Eltern nciht so reich sind, darf ich mich nicht mit ihr treffen? Dady, bitte überlege doch mal. Wenn sie kein Geld hätten, wäre sie jetzt hier an Bord?", verteidigte ich das Mädchen an meiner Seite. Mein Vater verschrenkte die Arme. "Komm jetzt, mit!", sagte er nur und ging. "Tut mir Leid, ich muss gehen", sagte ich zu Bella und erhob mich. Sie nickte traurig, blieb aber liegen.
"Seh dir deine Kleider an, Liebes. So kannst du doch nicht herumlaufen. Los, zieh dich um und dann treffen wir uns mit dem Kapitän im Speisesaal", ordnete mein Vater an. Wiederwillig nickte ich und ging in unsere Kabine. Ich zog mich dort um, band meine schwarzbraunen Haare zurück und ging dann in den Speisesaal zurück, wo meine Mutter und mein Vater bei dem Kaitän der Titanic schon auf mich warteten. "Kapitän Edward John Smith, meine Tochter Ryo Westen", stellte mein Vater mich dem Kapitän vor. "Kapitän", sagte ich würdevoll und schüttelte Smith die Hand. Der Kapitän der Titanic sprach nie viel. Er lächelte mich kurz an, dann wante er sich meinem Vater zu. Meine Mutter zog mich einige Meter zur Seite. "Du hast dich wieder mit diesem Mädchen getrofen. Warum?", fragte sie. Sie sprach so abfällig von Bella dass es mir kalt den Rücken runter lief. "Mutter, es gibt hier an Bord in unser Klasse keine Kinder, in meinem Alter. Ich war froh eine Gleichgesinnte gefunden zu haben!"

15:30 Uhr
Mein Vater war noch immer sauer auf mich. Er wollte eiunfach nicht verstehen, dass ich hier an Bord eine Freunding gefunden hatte. Wir saßen grade beim Kaffee, als mein Vater endlich sein Schweigen brach. "Klara, ich weiß nicht, was aus unserer Tochter geworden. Sie treibt sich nicht in den richtigen Kreisen herum", begann mein Vater. Entsetzt sah ich meinen Vater an. Wie konnte er nur? War es nicht meine Endscheidnung, wmit wem ich mich traf und mit wem nicht? "Dady, ich wollte dir keinen Ärger machen, aber hier an Bord gibt es so wenige Kinder in meinem Alter", versuchte ich meinem Vater die Situation zu erklären. Etr würdigte mich jedoch keines Blickes und sprach weiter zu meiner Mutter: "Sie sollte doch eigendlich schon verheiratet sein. Wie hieß der Junge von den McKinseys noch mal? William?" Meine Mutter zuckte die Schultern. "Das kann ich dir nicht sagen, mein Lieber", antwortete sie meinem Vater. Jonathan, korrigierte ich in Gedanken meinen Vater. Der Sohn von Allice und Jim McKinsey heißt Jonathan, fügte ich hinzu, ohne es jedoch zu sagen. Schweigend stocherte ich weiter in meinm Kuchen herum. "Ich gehe", sagte ich und erhob mich. Meiner mutter hielt mich am Arm zurück. "Aber nicht zu..." Sie seufzte. "Geh schon", fügte sie hinzu und lächelte. "Nein, James, sie sollte auch ihren Spaß haben dürfen", hörte ich sie zu James sagen, als ich den Speisesaal verlies.

16:20 Uhr
Ich kam auf dem B-Deck an, als die Sonne schon recht tief stand. Meine Augen suchten das Deck nach Bella ab. Wo steckte der Rotschopf nur? Ich konnte sie nirgends sehen. "Schade", seufzte ich und ging wieder rein. Auf dem Weg zu unseren Räumen kam mir einer der Dienstboten einer reichen Familie entgegen. Er hatte die Arme voll, mit Bettdecken und Kissen. "Soll ich dir helfen?", fragte ich den Jungen. Erschrocken darüber, dass ich ihn angesprochen hatte, riss der Junge die Augen auf. "Nein, danke, es geht schon", sagte er hastig und ging schnell an mir vorbei.
In unseren Räumen angekommen holte ich mir ein Buch aus dem Regal und legte mich zu lesen auf das Sofa. Dort musste ich auch eingeschlafen sein, denn mein Vater weckte mich so gegen 20:00 Uhr. "Geh in dein bett, Liebes", sagte er und half mir auf. ich wankte etwas schlaftrunken in mein bett und schlief wieder ein.

23:40 Uhr
Ein Ruck riss mich aus dem Schlaf. Verwirrt darüber sah ich mich um. Mein Vater und meine Mutter waren wohl auch von diesem Ruck wach geworden, denn ich hörte sie im Nebenzimmer reden. Was genau sie sagten konnte ich nicht verstehen. Mich beunruhite der Ruck, der durch das Schiff gegangen war. War etwas passiert? Ich setze mich in meinem Bett auf und zog meinen Morgenmantel über. Weiter bewegte ich mich nicht. Ich horchte nach Geräuschen, die mir vielleicht verrieten, was los war. Doch leider hörte ich nichts. Nichts, das mir eine Antwort darauf geben konnte, was diesen Ruck verursacht haben könnte. Ich beschloss mich anzuziehen und nachzusehen was passiert war und trat voll angezogen zu meinen Eltern ins Zimmer. "Es ist alles in Ordnung, Liebling. Geh wieder - Warum bist du angezogen?", sagte meine Mutter zu mir. "Ich gehe nachsehen, was passiert ist", sagte ich zu ihr. "Nein. Das mache ich. Ihr bleibt hier", schaltete sich mein Vater ein und ging.

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BeitragThema: Re: Bis um 2:20 Morgens   So Jan 18, 2015 5:39 am

15.04 1912 00:04 Uhr
Mein Vater kam in die Kabine zurück in seinen Armen hatte er drei Schwimmwesten. "Los, zieht die an und dann an Deck! Die Titanic hat einen Eisberg gerammt", erklärte uns mein Vater. Ängstlich sah ich meine Mutter an. Waren wir in Gefahr? Mit zitternden Händen streifte ich die Schwimmweste über. Kaum hatte ich diese an schob meine Mutter schon auf den Gang hinaus. Ich konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, dass dieser bald voller Menschen sein würde die vor den eiskalten Wassermassen des Atlantiks zu fliehen versuchten. "Werden wir sinken?", fragte ich ängstlich meine Mutter. Sie zuckte nur die Schultern. Sie nahm meine Hand und zog mich weiter Richtung Deck. Auf dem Weg nach oben an Deck sah ich immer wieder Menschen in Morgenmänteln die aus ihren Kabinen lugten. Crewmitglieder liefen von Kabinentür zu Kabinentür und verteilten Schwimmwesten an die Passagiere. Noch hatte keiner von uns allen -auch ich nicht- realisiert was tatsächlich passiert war.
00:15 Uhr
Da ich immer wieder stehen blieb auf dem Weg zum Deck kamen wir erst zehn Minuten nach dem Eintreffen meines Vaters in der Kabine an Deck an. Noch waren hier nicht viele Personen. Die Kapelle, die auch sonst zu den Mahlzeiten spielte begann nun an Deck zu spielen. ich weiß nicht, vielleicht war es ein Reflex oder Sorge, dass ich mich nach Bella umsah. Nur, entdecken konnte ich sie nicht. War noch niemand zu den Menschen in der dritten Klasse gegangen? "Mama, hast du Bella gesehen?", fragte ich meine Mutter. Sie schüttelte den Kopf. "Nein, mein Schatz habe ich nicht. Rühr dich nicht vom Fleck, ich suche mal einen Offizier und werd ihn fragen, was passier ist und wo wir hinsollen." Noch wärend meine Mutter sprach drückte sie mich auf eine Bank und lief los. Ich sah sie zum letzten Mal. "Ryo! Gott sei dank, habe ich dich gefunden", sagte mein Vater. Er stand außer Atem neben mir. "Wo ist deine Mutter?", wollte er wissen. "Die ist einen Offizier suchen gegangen. ich weiß nicht wo sie ist", antwortete ich ehrlich. Mein Vater und ich saßen noch eine Weile dort auf der Bank und beobachteten das Geschehen. Wir hofften ja das meine Mutter zurück kam. Es konnte ja keiner von uns ahnen, dass wir meine Mutter nie wieder sehen würden.
00:45 Uhr
Noch immer auf der Bank sitzend beobachten James und ich wie das erste Rettungsboot zu Wasser gelassen wird. Meine Augen zählten achtundzwanzig Köpfe. "Nein! ich gehe nicht an Bord dieser Nussschale!", hörte ich eine Frau histerisch rufen. Sie hatte ihren kleinen Hund im Arm und drückte diesen gegen ihre Brust. James neben mir schüttelte den Kopf. "Närrin", sagte er leise. Ich glaube er wollte nicht, das ich das hörte aber ich hatte ihn sehr genau verstanden.
00:55 Uhr
"Komm", sagte mwin Vater plötzlich zu mir. Ich zuckte zusammen. "Ja!?", entfuhr es mir. James zog mich hoch und schob mich auf die andere Schiffsseite. Dort wurde grade ein Rettungsboot bemannt. "Sir, Sie können nicht mit, an Bord erst nur Frauen und Kinder", sagte ein Offizier zu meinem Vater. Ich umarmte meinen Vater schnell und sprang in das Boot. "Wir sehen uns später, Engelchen", sagte mein Vater, als er meine Hand loslies. "Molly, passen Sie auf meine Kleine auf", bat er die Frau neben mir. Molly Brown, die später als die unsinkbare Molly bekannt wurde nickte meinem Vater zu und lächelte mich an. "Sicher James", sagte sie. Unser Boot wurde zu Wasser gelassen.
01:00 Uhr
Das nächste Rettungsboot verlies die Titanic. Ich zählte zwölf Seelen an Bord.
Keine viertelstunde später um 01:15 Uhr sah ich dass es hecktischer an Bord wurde immer öffter sah ich dass die Lichter der Fenster von Menschen kurz verdeckt wurden. Ich sah auch dass es nun in den Rettungsbooten voller wurde. Offenbar begriff man, dass die Titanic sinken würde. Ich kann es auch heute nicht genau sagen, aber ich bin mir sicher, dass das Schiff schon eine üble Schräglage hatte. An Bord des nächste Rettungsbootes das um circa 01:20 Uhr zu Wasser gelassen wurde, sah ich dass nur wenige Plätze dort noch frei waren. Langsam setzte sich unser Boot in Bewegung. Weg von der Titanic. Meine Augen suchten noch immer das Deck ab. Ich versuchte meine Mutter unter den Menschen auszumachen, doch das war aufgrund der Menge an Deck und der Entfernung zur Titanic unmöglich.
01:30 Uhr
Ein Knall lies mich zusammenfahren. Eine Person in einem fast voll besetzten Rettungsboot hatte mit einer Waffe in die Luft geschossen. Später erfuhr ich dass es sich beid er Person um den Offizier Lowe handelte.
01:38 Uhr - 01:55 Uhr
Die letzten Boote verließen die Titanic. Unter den Geretteten befanden sich auch der Reeder Bruce Ismay und die Frau des reichsten Mannes an Bord John Jacob Astor. Dessen Frau verlies das sinkende Schiff mit einem der letzten Boote. Das Vorderdeck der Titanic wurde schon von dem Wasser überflutet. Ich konnte noch erkennen dass die Laute an Bord panisch hin und her rannten. Es war das kompette Chaos jetzt an Bord.
02:00 Uhr
Das Schiff, das als unsinkbar galt war jetzt schon ziemlich weit im Wasser. Das Promenadendeck war vielleicht noch drei, vier Meter über dem eiskalten Wasser des Atlantik.
02:05 Uhr
Mir ist kalt. Und ich habe Angst. Inzwischen, so sagte man mir, sind wohl alle Rettungsboote zu Wasser gelassen worden. Immer wieder hörte ich Schüsse. Diese waren wie der davor Warnschüsse um die Passiere davon abzuhalten das letzte Rettungsboot zu stürmen. Die einst so stolze Titanic war nun mit ihrem Bug vollständig im Wasser. Eine der letzten geretteten sagte mir später dass die Heitzer noch bis zu dieser Urhzeit das Schiff betrieben hatten und mit Stom versorgt hatten.
02:10 Uhr
Kapitän Smith gab einen seiner letzten Befehle und entlies die beiden Funker Bride und Phillips aus den Dienst. Phillips versuchte dennoch weiter Rettung herbei zu funken bis der Strom auf der Titanic ausfiel. Das erzählte mir einer der gertteten Überlebenden.
02:17 Uhr
Alle Rettungsboote schwammen nun im Wasser. Die die jetzt noch an Bord der Titanic waren. Waren auf sich gestellt. Jeder war jetzt für sich selber verantwortlich. Ich hörte, dass sich der Kaptän Smith sich auf die Brücke zurückzog und das Ende des Schiffes erwartete.
Die Schreie der hinterbliebenen Passagiere hallten zu uns herüber. Viele versuchten sich vor dem eindringenden Wasser, das unaufhaltsam die Titanic verschlang mit einem Sprung ins eiskalte Wasser zu tetten.
02:18 Uhr
Die Lichter der Titanic gehen aus. Nun ist alles dunkel. Meine Augen brauchen etwas, bis sie sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten und ich noch schemenhaft die Titanic erkennen konnte.
02:20 Uhr
Der Bug der Titanic ist nun vollkommen im Wasser. Das Schiff richete sich steil auf und ragte nun in den Nachthimmel auf. Ein kreischendes, knackendes Geräusch erklang und das Heck der Titanic krachte wieder auf die Wasseroberfläche. Das Heck folgte dem Bug auf seinem Weg zum Meeresgrund und zog in seinem Sog die Menschen mit nach unten, die sich durch einen Srpung ins Wasser in Sicherheit bringen wollten.
"Wir müssen zurück!", schrie Molly den Offizier an, der das Kommando in unserem Boot hatte. "Ma´am, wir können nciht zurück!", kam seine Antwort. "Das sind auch eure Männer", sagte Molly zu den Frauen im Boot. Es dauerte nicht lange, da hatten wir unser Boot mit einem anderen vertäut und einige von unserem Boot in ein anderes verfrachtet. Ich bestand darauf an Bord uinseres Schiffes hier zu bleiben.
03:00 Uhr
Vierzig Minuten sind seit dem Untergang vergangen. Allmählich verstummen auch die Hilfescheie derer die im Wasser auf den Trümmern trieben. Der Offizier der bei uns im Boot war wies uns an langsam und vorsichtig zu rudern. Wir mussten sehr aufpassen, dass wir mit den Paddeln nicht an die leblosen körper stiesen. "Sie sind alle tot", hörte ich einen Mann neben mir sagen. "Sehen sie nach!", wies der Offizier ihn an. Der Mann nickte und zog den leblosen Körper eines Mannes zu sich heran. Dieser war tot. Neben mir im Wasser trieb eine Mutter mit ihrem Baby. Sie hatten es nicht rechzeitig von Bord geschafft. mir stiegen die Tränen in die Augen. Ich wischte mir mit dem Arm über die Augen und sah über das Wasser. Überall wo ich hinsah, sah ich nur noch Tote. Vier konnten nur sieben Leute retten.
04:10 Uhr
Es dämmerte schon, als die Carpathia an der Unglückstelle ankam und die Überlebenden an Bord nahm. Zusammen mit mir waren es siebenhundertelf Überlebende. Über eintausendfünfhundert Menschen fanden den tot...

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BeitragThema: Re: Bis um 2:20 Morgens   So Jan 18, 2015 5:39 am

15.04 1912 12:00 Uhr
An Bord der Carpathia
"Wie ist Ihr Name, Miss?", sagte ein Mann neben mir. Ich zuckte zusammen und drehte mich zu ihm um. Er war ein Offizier der Carpathia und hatte eine Liste in der Hand. "Ryo Westen", sagte ich zu ihm. "Westen? Ihr Vater ist oben beim Kaptän. Sie sollten nachher zu ihm gehen", sagte der Mann und ging zum nächsten Überlebenden.
Mein Vater lebte! Aber was war mit meiner Mutter? "Sir?", rief ich dem Mann nach. Er drehte sich noch einmal. "Ja, Miss Westen?" "Haben Sie meine Mutter gesehen?", fagte ich. Der Mann schloss kurz die Augen und sah dann zu Boden. "Nein. Sie wird noch vermisst."

15.04.1919
Das war meine Geschichte. Die Geschite der Titanic. Von über 2224 Menschen überlebten nur siebenhuntertundelf. Zu viele fanden den tot. Darunter auch meine geliebte Mutter. Heute lebe ich mit meinem Mann Shawn Allister und meiner Tochter Klara Allister in New York. Jedes Jahr am 15.04. gehen wir zu einem der Mahnmale der Titanic und legen dort Blumen für meine Mutter und alle anderen Opfer nieder. Bella hatte ich nach dem Unglück nur noch einmal gesehen. Sie war auch auf der Carpathia. Doch sie hatte mich nicht erkannt. Oder wollte es nicht.
Klara fragt ab und zu nach ihrer Großmutter, doch ich kann ihr noch nicht von dem Unglück erzählen. Sie würde es nicht verstehen. Viellecht erzähle ich ihr die Geschichte wenn sie älter ist. Wer weiß? Viellecht erzählt sie sie dann irgentwann ihren Kindern?

02:20Uhr war es, ist es und wird es immer sein. Diese Uhrzeit werde ich nie vergessen können. Niemals.

Ende

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